Kapuzenzeisig

Mit nur 10 cm Länge besticht der Kapuzen- oder auch Feuerzeisig genannte Vogel durch sein scharlachrotes, mit schwarzen Anteilen durchzogenem, Gefieder. Derzeit ist der exotische Vogel in seinem Heimatland Venezuela vom Aussterben bedroht. Dezimierung seines Lebensraums durch landwirtschaftliche Nutzung und vor allem illegale Entnahme aus der Natur zu Zuchtzwecken sind verantwortlich für die Bestandsrückgänge. In den ersten Jahrzehnten des 20. Jahrhunderts wurden tausende von Kapuzenzeisigen gefangen und exportiert. Mit Hilfe dieser gefangenen Vögeln wurde durch Verpaarung mit dem gelben Kanarienvogel der Rotfaktor auf diese Art übertragen.
Der Kapuzenzeisig war im frühen 20. Jahrhundert in den nördlichen Ausläufern Venezuelas weit verbreitet. Derzeit weitgehenst dezimiert wurde 1981 der Bestand auf nur noch knapp 600-800 Vögel geschätzt, und. Eher seltene Bestände in Trinidad sind ganz verschwunden. Eine kleine Anzahl, erst im Jahre 1986 entdeckt, existiert in Norte de Santander in Kolumbien. Ein deutlicher Rückgang des Bestandes, nachweislich aufgebaut aufgrund von entwichenen Käfigvögel, in Puerto Rico ist nachgewiesen. 2000 wurde im südwestlichen Guyana, erstaunlicherweise ca. 900 km von der nächstgelegenen venezolanischen Ortschaft entfernt, eine neue Population von etwa 600 Vögel nachgewiesen. Ihr Lebensraum erstreckt sich weitgehenst im Gebiet der 4.500 km² Dadanawa Ranch. Guyanan-Vögel scheinen genetisch identisch mit denen aus Venezuela zu sein.
Der Gesamtbestand in den jeweiligen Gebieten beträgt nach vorsichtigen Schätzungen einige wenige tausende Exemplare.
Um den Kapuzenzeisig vom Aussterben zu retten wurde ein Zuchtprogramm des Zoos Barida in Barquisimedo, Venezuela, auf die Beine gestellt. Unterstützt wird dieses Projekt vom venezolanischen Instituts für wissenschaftliche Forschung , welches die notwendigen genetischen Grundlagen für diesen Zweck entwirft. Proben von Wildpopulationen aus Museen werden mit vorhandenen Tieren abgeglichen, nur genetisch reine Vögel werden zur Zucht verwendet. Ein neuer positiver Schritt zur Erhaltung der Arten ist die Schaffung der Red Siskin Initiative www.redsiskin.org durch ein Konsortium von Organisationen aus drei Ländern (Venezuela, Guyana und USA). Die Mitglieder arbeiten an einer Reihe von Maßnahmen, um genetisch reine Feuerzeisige sowohl in der Wildnis als auch in Gefangenschaft zu bewahren.